Programm 06/07 Kuenstler pdf Partner
Kulturmanagment
 
Jocelyn Daubigney
 
Christophe Rousset
Foto: Eric Larrayadieu
 

JOcelyn daubigney Flöte
christophe rousset Cembalo

Jocelyn Daubigney wurde 1964 in Paris geboren. Er studierte Flöte bei Raymond Guiot, Alain Marion und Ida Ribera. 1981 und 1982 gewann er zwei erste Preise bei den Wettbewerben “City of Paris Orchestral and Solo Musician” und trat mit dem Ensemble Instrumental de France und dem Ensemble Orchestral Jean-Walter Audoli auf. Sein Interesse für Alte Musik führte zu einer Zusammenarbeit mit Pierre Séchet am Pariser Konservatorium, wo er 1998 mit einem ersten Preis ausgezeichnet wurde. Anschliessend erweiterte er seine Studien bei dem renommierten Barockspezialisten Barthold Kuijken am Konservatorium in Brüssel, wo er 1991 mit dem Diplôme supérieur mit Bestnote ausgezeichnet wurde. Jocelyn Daubigney arbeitet mit einer Reihe bedeutender Barockensembles zusammen, mit denen er auftritt und Aufnahmen macht, wie Les Talens Lyriques, Le Concert Spirituel, La Grande Ecurie, La Chambre du Roy und dem Orchestre des Champs-Elysées. Für Naxos hat er die Kantaten und Triosonaten von Louis-Nicholas Clérambault aufgenommen; die Aufnahme der Konzerte für fünf Flöten von Joseph-Bodin de Boismortier erhielt von Frankreichs wichtigstem Klassikmagazin einen „Choc du Monde de la Musique“. Für das Label Deutsche Harmonia Mundi nahm er die gesamten Fantasien für Flöte solo von Georg Philipp Telemann auf, 2005 die gesamten Sonaten für Flöte und Cembalo von Johann Sebastian Bach zusammen mit Christophe Rousset für Ambroisie.

Geboren in Avignon, absolvierte Christophe Rousset seine Ausbildung zum Cembalisten an der Schola Cantorum in Paris sowie bei Bob van Asperen am Königlichen Konservatorium in Den Haag. Mit seinem Sieg beim Cembalo-Wettbewerb in Brügge machte er schon früh auf sich aufmerksam, war er doch erst der zweite Künstler in der Geschichte dieses Wettbewerbs, der mit einem ersten Preis geehrt wurde. Seine internationale Karriere begann er als Solist in Konzerten und bei Aufnahmen verschiedener renommierter Ensembles wie Reinhard Goebels Musica Antiqua Köln, der Academy of Ancient Music von Christopher Hogwood und insbesondere William Christies Les Arts Florissants, deren ständiger Repetitor er wenig später wurde. Ausserdem wirkte er als Cembalist und Begleiter am Pariser Konservatorium, bevor er 1991 sein eigenes Ensemble, Les Talens Lyriques, gründete, mit dem er sich den verschiedenen Gattungen der französischen und italienischen Oper des 17. und 18. Jahrhunderts widmet, aber auch geistliche Werke und konzertante Kammermusik dirigiert.
Mit seinem mitreissenden Enthusiasmus als Dirigent und Musikforscher stiess er sehr rasch in das Spitzenfeld der im In- und Ausland massgeblichen Barockmusiker vor. Bei Engagements auf den bedeutenden Konzertpodien und Barockfestspielen in der ganzen Welt arbeitete er mit einer Reihe führender Musiker von Andreas Scholl bis Cecilia Bartoli zusammen. 1994 nahm er den Soundtrack zu dem Film Farinelli mit Les Talens Lyriques auf.
Seine Einspielungen auf dem Cembalo wurden vielfach preisgekrönt: Seine Aufnahmen sämtlicher Cembalowerke von Rameau und Couperin wurden mit dem Gramophone Award, dem Prix Caecilia und dem Cannes Classical Award ausgezeichnet, für seine Einspielung des Cembalowerks Pièces de Clavecin von Royer erhielt er den Diapason d’Or, für die Bach-Partiten den Cannes Classical Award und für die Cembalowerke von Gaspard le Roux den Deutschen Schallplattenpreis.
Heute ist Christophe Rousset gleichermassen als Cembalist, Dirigent und Lehrer tätig. Als Anerkennung für seine Verdienste wurde er zum Officier de l’Ordre des Arts et Lettres und Chevalier de l’Ordre national du Mérite erhoben.
 
Sonntag, 29. April 2007, 17 Uhr
museum franz gertsch

„Bach und seine Söhne“
Werke von Wilhelm Friedemann Bach, Johann Sebastian Bach und
Carl Philipp Emanuel Bach

» mehr Informationen zum Konzert
 
© 2006 Gesine Otto Kulturmanagement · Impressum